Wir hatten gelernt, niemandem zu vertrauen, nicht einmal Kindern. Wir haben überlebt, weil wir misstrauisch waren.

Erinnerungen eines
Soldaten




UNTERRICHTSMATERIALIEN

Das humanitäre Völkerrecht lebt davon, dass möglichst viele Menschen die Regeln kennen, die in bewaffneten Konflikten zur Geltung kommen. Wenn beispielsweise Soldaten die Rechte von Kriegsgefangenen und Zivilisten nicht kennen, werden Sie weniger Hemmungen haben, diese Regeln zu verletzen. Zivilisten, die in einen bewaffneten Konflikt geraten und beispielsweise gefangen genommen werden, werden ohne Kenntnis des HVR nicht auf ihre Rechte bestehen können.

Umso wichtiger ist es, dass schon Jugendliche die Inhalte des humanitären Völkerrechtes kennen lernen. Aus Jugendlichen werden mitunter auch Soldaten, betroffene Zivilisten oder Krankenpfleger, die auf die Regeln des HVR angewiesen sind. In jedem Fall hilft das HVR Schülerinnen und Schülern humanitäre Krisensituationen zu verstehen und motiviert sie, sich Gedanken über bewaffnete Konflikte und die gegensätzlichen Interessen der Konfliktparteien zu machen.

Die im hier vorgestellten Unterrichtsmaterialien und Projekte zielen darauf ab, junge Menschen mit diesen Regeln vertraut zu machen. Die Programme wollen den Teilnehmern nicht nur Einblick in das HVR geben, sondern sie in Form von Übungen und Rollenspielen in das historische oder fiktive Geschehen involvieren. Neben einigen interessanten Projekten werden Ausgaben von KONKRET vorgestellt, die in übersichtlicher und kompakter Form Informationen zu völkerrechtlich relevanten Themen für Lehrer und Schüler bieten. Die ausgewählten Kopiervorlagen aus dem Lehrermagazin des Österreichischen Jugendrotkreuzes sowie die Materialtipps von BAOBAB, der entwicklungspolitischen Bildungs- und Schulstelle in Österreich, sollen Impulse für die Arbeit mit Schulklassen geben.

 

Humanitäres Völkerrecht – Auch im Krieg ist nicht alles erlaubt

„Humanitäres Völkerrecht – Auch im Krieg ist nicht alles erlaubt“: Dieses Heft der MGWU möchte der Unwissenheit über das internationale Völkerrecht abhelfen und diese Thematik von ihrem Anschein des trockenen Rechts und einer nur für JuristInnen verständlichen Sprache befreien und zeigen, wie das Humanitäre Völkerrecht Teil eines lebendigen und auf politische Bildung ausgerichteten Unterrichts werden kann.
     
Entdecke das humanitäre Völkerrecht

„Entdecke das humanitäre Völkerrecht“ (EHVR) ist ein Programm für Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 Jahren, das vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz entwickelt wurde, um jungen Menschen auf spannende Weise die Inhalte und vor allem den Sinn derartiger rechtlicher Regeln nahe zu bringen. Jugendliche sollen unter Anleitung von Lehrern die Möglichkeit erhalten, ausgehend von ihrem Erfahrungshintergrund ein Verständnis für humanitäre Problematiken in Zeiten von Konflikten zu entwickeln.
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Mindeststandard Menschlichkeit

„Mindeststandard Menschlichkeit. Grundlagen des humanitären Völkerrechts“ lautet der Titel der Unterrichtseinheit, die das Deutsche Jugendrotkreuz zu Beginn des Schuljahres 2005/2006 bundesweit an 17.000 weiterführende Schulen verschickt hat. Sie soll Schüler/-innen für das Prinzip und die Dimensionen des humanitären Völkerrechts und humanitären Handelns sensibilisieren. Die Unterrichtseinheit stellt die Ursprünge und aktuellen Regeln des humanitären Völkerrechts vor und diskutiert anhand aktueller Beispiele die Schwierigkeiten bei der Anwendung und Durchsetzung. Die 32-seitige Unterrichtseinheit enthält Arbeitsmaterialien, Folien und Lehrerinfos, die für den Unterricht der Klassen 10 bis 13 konzipiert sind. Teilaspekte können auch in der Sekundarstufe I oder in der außerschulischen Bildungsarbeit behandelt werden.